Das große Ziel liegt direkt vor uns. Jeder Höhenmeter, den ich mit Mucki (unserem 79er VW T2b) bergauf fahre, erfüllt mich mit einem puren, unbeschreiblichen Freiheitsgefühl. Es ist völlig egal, ob man im Porsche, im luftgekühlten Klassiker oder auf dem Rennrad sitzt – hier oben strebt jeder nach demselben Ziel und spürt die Magie der Berge.
Jede der 30 Kehren der Timmelsjoch Hochalpenstraße ist ein Genuss, besonders wenn man die Sonne auf seiner Seite hat. Absolut erstaunlich sind aktuell die meterhohen Schneekanten, die direkt am Straßenrand aufragen. Auf einmal bist du mitten im Hochgebirge: Alles wirkt karg und rau, aber genau darin liegt dieser friedliche, stille Charme. Um das voll aufzusaugen, habe ich mir oben abseits des Trubels einen Spaziergang verordnet. Ein Perspektivenwechsel für den Kopf – ich hätte den ganzen Tag dort oben verbringen können (und habe es heimlich auch fast getan). 😉
⏳ Ein kleiner Blick in die Geschichte des Passes:
Wusstet ihr eigentlich, auf welch geschichtsträchtigem Boden wir hier Reifenabdrücke hinterlassen? Schon 6.300 v. Chr. trieben steinzeitliche Hirten ihre Tiere über das Joch. Der Pass wurde bereits 1241 erstmals urkundlich erwähnt und war im Mittelalter ein wichtiger Handelsweg für die Kaufmannsgeschlechter. Die moderne Nordtiroler Straße wurde übrigens 1959 eröffnet, während die steile Südrampe nach Südtirol wegen der politischen Spannungen erst 1968 für den Durchgangsverkehr freigegeben wurde. Jede Kurve hier atmet Geschichte!
Irgendwann hieß es dann aber: Motoren an für die Talfahrt. Ein gigantischer Ausblick, aber eine echte Tortur für die Bremsen!
🛠️Mein Bulli-Schraubertipp für die Abfahrt:
Fahrt bergab maximal so schnell, wie ihr auch bergauf fahren würdet – die Motorbremse ist im schweren Bulli dein bester Freund!
Jetzt
die Frage an die sportliche Fraktion: Wie handhabt ihr das im Porsche,
im tiefen Oldschool-Racer oder im sportlichen Käfer? Lasst ihr ihn
rollen oder schont ihr die Beläge?















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