Montag, 29. Juni 2026

Fiat 500 Abarth - Gardasee Tour


Was für ein starkes Wochenende! Zusammen mit meinen zwei Spezln Roman und Atri ging es für uns Richtung Süden. Der Grund? Atti hat sich am wunderschönen Lago d’Iseo schockverliebt – und zwar in einen putzigen Fiat 500 Abarth! 

​Die Hinroute führte uns standesgemäß über den spektakulären Passo del Tonale weiter Richtung See. Dort angekommen wurde das italienische Schätzchen feierlich eingesammelt, sicher auf dem Anhänger verzurrt und ab ging es nach Brescia für die Bürokratie.

​💡 Stadl-Wissen – Import-Formalitäten in Italien:

Wusstet ihr eigentlich, wie der Oldtimer-Export direkt in Italien läuft? Für uns war es das erste Mal! Man fährt dort zu einer offiziellen Agentur, dem STA (Sportello Telematico dell'Automobilista) bzw. der Zulassungsstelle, um die Formalitäten zu klären und den Wagen für den Export im italienischen Register (PRA) abzumelden. Hat zum Glück alles reibungslos geklappt!

​Weil der bürokratische Teil so geschmeidig lief, haben wir uns danach noch einen echten Urlaubstag in Sirmione am südlichen Ufer des Gardasees gegönnt. Ein herrlicher Ort, aber der Touri-Faktor schlägt dort aktuell im Juni auf der Skala wirklich bis ganz nach oben aus. 

​Um dem Trubel komplett zu entkommen, haben wir uns kurzerhand eines der führerscheinfreien 40-PS-Boote geschnappt und sind entspannt über den Gardasee geschippert. Die beste Entscheidung des Tages! 

​Ein absolut herrliches Männerwochenende, das nach Wiederholung schreit.

​Lieber Atti, viel Freude mit deinem neuen Abarth-Zwerg und allzeit gute, knitterfreie Fahrt! 

 


 

Mittwoch, 3. Juni 2026

Mucki - Hochalpentour Timmelsjoch

Das große Ziel liegt direkt vor uns. Jeder Höhenmeter, den ich mit Mucki (unserem 79er VW T2b) bergauf fahre, erfüllt mich mit einem puren, unbeschreiblichen Freiheitsgefühl. Es ist völlig egal, ob man im Porsche, im luftgekühlten Klassiker oder auf dem Rennrad sitzt – hier oben strebt jeder nach demselben Ziel und spürt die Magie der Berge.

​Jede der 30 Kehren der Timmelsjoch Hochalpenstraße ist ein Genuss, besonders wenn man die Sonne auf seiner Seite hat. Absolut erstaunlich sind aktuell die meterhohen Schneekanten, die direkt am Straßenrand aufragen. Auf einmal bist du mitten im Hochgebirge: Alles wirkt karg und rau, aber genau darin liegt dieser friedliche, stille Charme. Um das voll aufzusaugen, habe ich mir oben abseits des Trubels einen Spaziergang verordnet. Ein Perspektivenwechsel für den Kopf – ich hätte den ganzen Tag dort oben verbringen können (und habe es heimlich auch fast getan). 😉

​⏳ Ein kleiner Blick in die Geschichte des Passes:

Wusstet ihr eigentlich, auf welch geschichtsträchtigem Boden wir hier Reifenabdrücke hinterlassen? Schon 6.300 v. Chr. trieben steinzeitliche Hirten ihre Tiere über das Joch. Der Pass wurde bereits 1241 erstmals urkundlich erwähnt und war im Mittelalter ein wichtiger Handelsweg für die Kaufmannsgeschlechter. Die moderne Nordtiroler Straße wurde übrigens 1959 eröffnet, während die steile Südrampe nach Südtirol wegen der politischen Spannungen erst 1968 für den Durchgangsverkehr freigegeben wurde. Jede Kurve hier atmet Geschichte!

​Irgendwann hieß es dann aber: Motoren an für die Talfahrt. Ein gigantischer Ausblick, aber eine echte Tortur für die Bremsen!

​🛠️Mein Bulli-Schraubertipp für die Abfahrt:

Fahrt bergab maximal so schnell, wie ihr auch bergauf fahren würdet – die Motorbremse ist im schweren Bulli dein bester Freund!

​Jetzt die Frage an die sportliche Fraktion: Wie handhabt ihr das im Porsche, im tiefen Oldschool-Racer oder im sportlichen Käfer? Lasst ihr ihn rollen oder schont ihr die Beläge?



  

Montag, 1. Juni 2026

Mucki -Walchensee, Jachenau und Ahornboden

Mucki, unser 79er VW T2b, rollt wieder durch die bayerischen Alpen. Unser erster Stopp: Fall am Sylvensteinsee. Hier, tief im Voralpenland, findet man einen dieser herrlich ruhigen Plätze, die man im Kopf abspeichert.


​Besonders gefreut hat mich, dass Wanja keine Mühen gescheut hat: Er ist heute früh morgens mit Finchen, unserem Käfer Cabrio, direkt aus München los, damit wir die Tour gemeinsam genießen können. Wenn zwei luftgekühlte Klassiker gemeinsam durch die Berge knattern, ist das Glück einfach perfekt.

​Kaum ist der Motor aus, kehrt diese besondere Ruhe ein. Das Rauschen der Wälder, die frische Bergluft und das Licht, wenn die Sonne das Taigagrün von Mucki zum Leuchten bringt – da wird der Kopf sofort frei.

​Genau das ist für mich das wahre „Vanlife“: kein großer Luxus, einfach Natur, Freiheit und Zeit. Für alle, die die Region erkunden wollen: Der Sylvensteinsee, die Jachenau sowie der Ahornboden sind nicht nur eine wunderschöne Kulisse, sondern der ideale Ausgangspunkt für Touren. Nehmt unbedingt, kein scheiß, unbedingt die kleine, feine Mautstraßen Richtung Tirol - welche? Alle!

​Ich bin gespannt, welche Pässe die nächsten Tage noch unter die Räder kommen.